Goldakupunktur

Statistische Untersuchungen zeigen, dass die Osteoarthrose über die Hälfte der Erkrankungen des Bewegungsapparates ausmachen, und die Knochen- und Gelenkerkrankungen an dritter Stelle der möglichen Erkrankungen des Hundes stehen. Entsprechend häufig kommen in der tierärztlichen Praxis Hunde, die an schmerzenden, arthrotischen Gelenksveränderungen leiden, zu uns. 

 

Häufig leiden die Patienten an einer angeborenen Hüftgelenksdysplasie, wobei sich im Laufe der Zeit eine Arthrose in der Hüfte entwickelt. Sehr oft werden jedoch auch arthrotische Veränderungen in anderen Gelenken, wie Ellenbogen oder Knie, als Lahmheitsursache diagnostiziert.

 

Die Arthrose schreitet ständig fort, ist irreversibel und bereitet immer größere Schmerzen. Eine Arthrose kann nicht geheilt werden, deshalb ist es das Ziel der Behandlung, den Krankheitsprozess zu verlangsamen, die Funktion des Gelenkes zu erhalten und vor allem den Schmerz zu lindern.  Eine Arthrose verläuft meist im Wechsel. Es werden akute schmerzhafte und klinisch stumme Phasen bei den Patienten festgestellt. Diese Phasen werden zusätzlich noch durch das individuelle Schmerzempfinden des Tieres beeinflusst. Aufgrund des Schmerzes wird das betroffene Gelenk geschont und andere Gelenke werden überlastet oder fehlbelastet. Durch eine permanente Fehlhaltung werden also alle weiteren Gelenke stark geschädigt und komplizieren das Krankheitsbild.

Um den Beschwerden entgegenzutreten werden meist schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente (Analgetika, Antiphlogistika) eingesetzt, die jedoch mit Nebenwirkungen wie Erbrechen, blutigen Durchfällen sowie Leber- oder Nierenschädigungen verbunden sein können. 

Im ersten Halbjahr 2005 hat sich Tierarzt Bolko Zencominierski auf dem Gebiet der Akupunktur und somit auch auf dem Gebiet der Goldakupunktur intensiv weitergebildet. Seither bietet er diese Behandlungsalternative als wirkungsvolle Methode zur Schmerzlinderung an. Die persönlichen Erfahrungen sind sehr positiv, die Erfolgsquote liegt bei ca. 90 %.

Wie funktioniert die Goldakupunktur?

Die Goldakupunktur (=Goldimplantation) ist eine Sonderform der Akupunktur. Bei diesem Eingriff werden keine Akupunkturnadeln verwendet, sondern 1mm starke Feingolddrahtstückchen. Diese werden mit Hilfe eines Spezialthrokares an bestimmte Akupunkturpunkte implantiert. Dort verbleiben die Goldimplantate ein Leben lang. Hier wirken sie als Dauerakupunktur und sorgen dafür, dass die Schmerzleitung gehemmt wird und sich der Zellstoffwechsel im Gelenk normalisiert. Der Hund läuft beschwerdefrei. Ziel der Akupunktur ist es, die Lebensqualität ihres Tieres zu steigern und diesem, wenn möglich ohne Medikamente, ein schmerzfreies Leben zu ermöglichen.

Wie wird die Goldakupunktur durchgeführt?

Der Hund kommt nach einer ausführlichen Voruntersuchung nüchtern zur Goldakupunktur. Im Beisein des Besitzers wird dem Patienten ein venöser Zugang gelegt (Braunüle) und die Sedation verabreicht.

Anschließend werden die entsprechenden Gelenke rasiert und die Goldimplantate mit Hilfe des Spezialthrokares an die individuellen Akupunkturpunkte gesetzt. Es handelt sich dabei um einen minimal-invasiven Eingriff. Nun erfolgt eine Röntgenaufnahme, um den Sitz der Goldimplantate zu kontrollieren. Nach 2 Stunden kann der Hund wieder abgeholt werden.

GA--Elbogen-Sina

 

GA--Huefte-Sina

 

GA-hund-Pino-Kreuzbandriss

 

Knie-rechts-Hd-Pino